Direktschall und Nebenwege
Gips-Massiv-Wände für leichte nichttragende innere Trennwände reduzieren durch ihren elastischen Anschluss die Schallübertragung – sowohl den Direktschall als auch die Übertragung auf Nebenwegen über flankierende Bauteile.
Die guten Schallschutzeigenschaften von nichttragenden Trennwänden aus Gips-Wandbauplatten haben vor allem drei Gründe:
- Das innere Dämpfungsvermögen
- Rohdichte und Gewicht
- Der elastische Anschluss
Außer auf direktem Weg pflanzen sich Schallwellen auch auf den so genannten Nebenwegen fort. Dort, wo das Geräusch entsteht, versetzt es nicht nur die trennende Wand selbst, sondern auch alle angrenzenden Bauteile in Schwingungen. Deshalb gelangt der Schall auch über die flankierenden Wände, Decken und Fußböden in den benachbarten Raum. Der elastische Anschluss der Gips-Massiv-Wände mit speziellen Randstreifen verhindert diese gegenseitige akustische Anregung der Bauteile weitgehend und reduziert damit deutlich die Schallübertragung über die Nebenwege.
Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Randstreifen neben der Schalldämmung über die Nebenwege auch die Direktschalldämmung verbessern können. Randstreifen aus Bitumenfilz dämpfen die vom Schall verursachten Schwingungen in der Wand besonders stark, sodass es allein durch die Art des Anschlusses zu einer signifikanten Erhöhung des Schalldämm-Maßes R für die Direktschalldämmung kommt.
Zusätzlicher Vorteil: Der elastische Anschluss ist bei Gips-Wandbauplatten eine nach DIN 4103 geregelte Bauweise. Für andere Wandsysteme sind in den letzten Jahren ebenfalls elastische Anschlüsse entwickelt worden, die aber zum Teil Sonderausführungen darstellen, deren Standsicherheit gesondert nachzuweisen ist.


+49 5532 505-240

E-Mail 